RALLYE HEIDELBERG HISTORIC
Datum: July, 9 - 10th 1999
Ort: Auto und Technik Museum Sinsheim (Germany)
Teilnehmer: 110
Wettbewerb: Regularity stages in two different categories (tourists, standard)
Alpine Teilnehmer: eine 1300 aus Deutschland
Wetter: trocken, wolkig, warm
Strecke: gute Strassen und asphaltierte Waldwege, kein Schotter.
 
Bericht: Zum zweitenmal wurde an zwei Tagen am zweiten Juli-Wochenende die Rallye Heidelberg Historic ausgetragen. Diese Veranstaltung für historische Automobile ging aus der ehemaligen Rallye Classic Nordbaden hervor, wird vom ADAC und dem MSC Heidelberg-Ziegelhausen veranstaltet und führt durch weite Teile des Odenwalds. Das Teilnehmerfeld ist bunt gemischt. Startnummer 1 erhält der Mercedes SSK vom Technik Museums Sinsheim, auf dessen Vorplatz der Start unter den Flügeln von Düsenjägern und Propellermaschinen erfolgt. Dieser SSK nahm erst vor kurzem die Strecke nach China unter die Räder. Auch die Porsche AG ist werksseitig vertreten. Herbert Linge und Dieter Glemser pilotieren einen 356 und einen RS Spyder. Auch der bekannte WN-V2 356er des Schwaben Strähle ist mit von der Partie. Wir bringen mit einer A110 1300 die einzige Alpine an den Start. Weitere schöne Fahrzeuge sind zum Beispiel Healys, Subeam Tiger, Caravelle, TTS, Bentley, Porsche, Auto Union, MG, Triumph, Mercedes etc. Am Freitag treffen über einhundert Oldtimer am Technik Museum in Sinsheim zusammen, um ab 17 Uhr die erste Etappe zu beginnen. Es stehen vier Wertungsprüfungen auf dem Programm, ausschließlich Gleichmäßigkeitswertungen. Zunächst steht traditionell eine Durchfahrtskontrolle an der ältesten Tankstelle der Welt, einer Apotheke, auf dem Programm. Danach als Höhepunkt des ersten Tages sind mehrere Runden auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings zu absolvieren. Am späten Abend werden wir erfahren, daß wir diese Prüfung als Beste gemeistert haben. Die vierte und letzte Prüfung an diesem Freitag ist für uns eine Nachtfahrt durch ein Waldgebiet auf enger Landstraße bevor wir gegen 23 Uhr noch ein rustikales Essen zwischen ehemaligen Le Mans Siegerfahrzeugen zu uns nehmen. Das Zwischenergebnis führt uns als zweiten. Erster ist und wird es auch bleiben ein Münchner Volvo mit bekannt erfahrener und erfolgreicher Besetzung. Der Samstag beginnt gegen 9 Uhr. Alle Teams erwartet heute eine ausgezeichnete Route, die durch attraktive Landschaft und schöne Ortschaften führt. Zwei von fünf Wertungsprüfungen sind ein abgesperrter Rundkurs, gespickt mit zwei Spitzkehren. Hier kann der Pilot Alpine-Heck mächtig fliegen lassen, und das sehr zur Freude der vielen Zuschauer. Auffallend wie liebevoll die Streckenführung der Organisatoren gestaltet wurde. So wurden beispielsweise Strohballen in Anlehnung an alte Motorsportzeiten an der Strecke arrangiert. Zu unserem Leidwesen ist in einer Prüfung die Lichtschranke für die Alpine verdeckt und zu hoch aufgestellt. Dadurch überrascht, verhauen wir die angestrebte Zeit ordentlich. Eine fast zwanzig Kilometer lange Waldstrecke mit versteckter Durchschnittsgeschwindigkeitskontrolle ist ein weiteres Highlight. Es erweist sich als ziemlich anstrengend den vorgeschriebenen Schnitt einzuhalten. Wir schaffen es bis auf dreizehntel Abweichung. Vorletzte Prüfung ist die Bergrennstrecke Eberbach. Gegen 19 Uhr treffen wir wieder am Museum ein. Nur wenige Teilnehmer sehen das Ziel entweder wegen technischen Defekts oder wegen eines Ausritts nicht Am Ende belegt die A110 in der Klasse den ersten Platz und im Gesamtklassement den dritten Rang. Am späten Abend findet nach dem Buffet die Siegerehrung statt. Am Ende steht eine empfehlenswerte Rallye, insbesondere weil der Veranstalter ein verstärktes Engagement ankündigt
Kontakt: MSC Ziegelhausen
Heidelberg Historic
Steinbachweg 14
D-69118 Heidelberg
Fon&Fax +49 (0)6221 80 98 48
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